Das ist schon interessant: Der reichste Mensch Frankreichs, Monsieur Bernard Arnault, spielt mit dem Gedanken bzw. ist sich schon ganz sicher, die belgische Staatsbürgerschaft anzunehmen; das liefe dann auf eine Doppelstaatsbürgerschaft hinaus. So berichtet es die belgische Zeitung „La Libre Belgique“.

Monsieur Arnault ist aber kein ganz typischer Reicher, denn er bedient auch noch die Reichen, unter anderem ist er nämlich auch indirekt oberster Boss von Hennessy.
Bernard Arnault ist nämlich der Chef von LVMH, Moet Hennessy Louis Vuitton: Luxushersteller von teurem Champagner, exklusiven Uhren von Tag Heuer, Handtaschen von Louis Vuitton und natürlich das größte Cognac Haus Hennessy. Die Geschäfte laufen glänzend.

Da in Frankreich ein neuer Spitzenszteuersatz droht, scheint Monsieur Arnault sich eben eher Richtung Belgien zu bewegen. Zur Erinnerung: Francois Hollande nahm während des Wahlkampfs eine recht radikale Stellung zur Besteuerung von Reichen ein. Dabei soll ein Steuersatz von 75% gelten, sobald ein Bürger mehr als eine Millionen Euro an Einkommen hat.

So eben auch der 63-jährige Vorsitzende des Luxusgüter-Herstellers. Doch dass Monsieur der zukünftigen Besteuerung entwischen möchte, wird von ihm selbst und LVMH bestritten.
Forbes beziffert Arnault’s Vermögen auf 32 Milliarden Euro, und ist somit sogar viertreichster Mensch weltweit. Luxus lohnt sich also. Solange der oberste Cognac Wächter allerdings weiterhin in Frankreich wohnt, wird er auch hier besteuert. Da spielt die Staatsbürgerschaft keine große Rolle.
Es wäre schon seltsam, wenn die Situation einträte, dass Hennessy Cognac nach Asien und vor allem nach China exportiert wird (Cognac wird zu 98% exportiert), und zugleich ein in Zusammenhang stehendes Vermögen nicht einmal in Frankreich besteuert würde.

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