Cognac Magazin

Rémy Martin’s CEO Patrick Piana verlässt das Unternehmen

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Wie heute morgen bekannt gegeben wurde, ist Patrick Piana nicht länger CEO des Cognac Hauses Rémy Martin.

Seit 2009 an der Spitze des Hauses, verlässt der 45 Jahre alte Piana das Haus nach offiziellen Angaben, um seiner Karriere eine neue Richtung zu geben, vom Management wiederum ist zu hören, es bedauere den Weggang.

Nun muss bekanntlich das, was in offiziellen Mitteilungen an die Öffentlichkeit herausgegeben wird, nicht immer mit den eigentlichen Beweggründen für einen Weggang übereinstimmen. Abseits davon liegt der Weggang Pianas zeitlich augenfällig nah am Weggang von Frederic Pflanz, seines Zeichens CEO des Mutterkonzerns Rémy Cointreau, den es nur wenige Monate bei dem Konsortium hielt.

Worin genau jene strategische Uneinigkeit besteht, bewegt sich für uns im  Reich des Spekulativen. Fakt ist aber, dass Rémy Cointreau im letzten Quartal einen nicht unwesentlichen Rückgang der Umsätze erlebt hat, der sich insbesondere auf den chinesischen Markt bezieht. Hier erleben wir seit etwa einem Jahr ein verstärktes Durchgreifen gegen Korruption, das sich schlussendlich auch auf die Absätze im Premium Markt niederschlägt.

Ein Blick auf den Konkurrenten Pernod Ricard mit seinem Cognac Haus Martell macht deutlich, worin eine Schwäche bestehen könnte: im Vergleich zu Rémy Martin insbesondere mit seinem Louis XIII liegt der Focus bei Martell erheblich weniger auf den Premium Produkten.

So liegt es fürs erste am Vorstandsvorsitzenden François Hériard Dubreuil die aktuelle Situation zu meistern. Um aber mit einem auch ökonomisch nicht zu verachtenden Lichtblick zu schließen: es sollte nicht vergessen werden, dass Rémy Martin über ein Lager von Fine Champagne Eaux-de-vie verfügt, das in Größe und Qualität seinesgleichen sucht. Mit diesem ganz handfesten Kapital im Rücken resp. in der Hand sollte der Blick in die Zukunft schon wieder ein wenig rosiger ausfallen.

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