Top 10 Aktivitäten in der Cognac Region

Dieses Jahr feiert das Musée des Arts du Cognac sein 10 jähriges Bestehen. Das obligatorische Yippie und Yeehaw darf dabei indes mit der Aussage verbunden werden, dass es wohl wenige geeignetere Orte gibt, um sich die Geschichte unseres most favorite drinks genüsslich vor Augen zu führen und sich ebenso genüsslich klar zu machen, warum Cognac zum vermutlich beliebtesten Brandy weltweit werden konnte.

Untergebracht in einem Haus aus dem 16. Jahrhundert, kann besagtes Museum dabei mit über 800 Ausstellungsgegenständen und Dokumenten sowie audiovisuellen Präsentationsformen aufwarten.

Diejenigen also unserer geneigten Leserschaft, die in diesem Jahr rein zufällig einen Trip in die Cognac Region planen, sei das Musée des Arts du Cognac ausdrücklich ans Herz gelegt, um sich hier und von hier aus die Geschichte unseres most favorite drinks genüsslich usw. usf.

Cognac bottles

Aber was gibt es eigentlich noch empfehlenswertes in der Cognac Region? Wobei freilich im selben Atemzug hinzugefügt werden muss, dass wir unsere Vorschläge am eaux-de-vie orientieren. Hier jedenfalls kommen unsere Top 10 Vorschläge, was man in der Cognac Region alles herrliches machen kann.

1.  Musée des Arts du Cognac

Wie bereits erwähnt. Gelegen im Zentrum von Cognac, kostet der Eintritt 5 Euros, womit gleich auch der Eintritt in das Musee d’Art et d’histoire eingekauft ist.  Pls have a look: Musée des Arts du Cognac.

2.  Cognac Tasting Tour

Es wäre fahrlässig, dumm, ja unverantwortlich, seinen Urlaub in der Cognac Region nicht mit empfehlenswerterweise eher mehr denn weniger Cognac Tastings auszustatten – sei es auf eigene Faust oder sei es professionell durchgeführt.

In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass zwischen Dezember und Februar die sog. „Les Bonnes Chauffes“ Zeit ist. Hier öffnen Cognac Häuser, Destillerien und Weinbauern ihre Türen für öffentliche Tastings, Restaurants und Bars wiederum kreieren Menüs mit lokalen Produkten und – natürlich – Cognac und Pineau.

3.  Ein Besuch bei einem der „Big 4”

Ebenso obligatorisch wie ausgiebige Tastings ist es, eines der großen vier Cognac Häuser zu besuchen. Ob das nun  HennessyRémy MartinMartell oder Courvoisier heißt, ist der persönlichen Präferenz überlassen. Bei allen Häusern erfährt man jedenfalls jede Menge sowohl über die Herstellung wie die fachgerechte Verkostung von Cognac.

Cognac Region

4.  Besuch der Altstadt von Cognac

Datieren viele Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert kommt ein Gang durch die Altstadt von Cognac sprichwörtlich einer Zeitreise gleich. Wer gern den Duft der Historie schnuppert, kommt hier definitiv auf seine Kosten.

5.  La Rochelle

Die westfranzösische Hafenstadt spielte eine wesentliche Rolle im Export von Cognac. Insgesamt mehr als bloß einen Tagestrip wert, ist insbesondere der Hafen eindrucksvoll.

6.  Besuch eines kleinen Cognac House

Wenn es zur Pflicht eines jeden Besuchers der Cognac Region, eines der „Big 4“ Häuser zu besuchen, gehört es genauso zu seiner (wohlgemerkt überaus angenehmen) Pflicht, einen der kleineren Produzenten zu besuchen. Auf unserer Brands Page kann man sich einige Ideen abholen, welches Haus einem denn besonders geeignet besonders erscheint. Lohnenswert, gerade im Vergleich zu den großen Häusern, die den Cognac Tourismus bereits stark professionalisiert haben (mit all den entsprechenden Vor- und Nachteilen), ist solch ein Besuch allemal.

Cognac Region Charentaise

7.  Picknick in den Weinbergen

Eine so persönliche wie nahe liegende Empfehlung: Picknickkorb packen, ein wenig Baguette und guten französischen Käse, eine Flasche Wein und etwas Cognac, und dann ab in die Berge.

8.  Ein Besuch in Jarnac

10 km östlich von Cognac liegt Jarnac. Diese ebenso wie Cognac selbst an der Charente gelegene, pittoreske kleine Stadt, beherbergt etliche Cognac Produzenten. Die namenhaftesten unter ihnen sind Louis RoyerHine und Delamain.

9.  Bootstrip über die Charente

Nicht zuletzt, weil diese Fluss eine so herausragende Rolle in der Geschichte des Cognac spielt, lohnt es, sich aufs Wasser zu begeben.

10.  Seinen eigenen Cognac mischen…

… kann man während eines Besuches bei Camus, wobei das fünftgrößte (und größte noch familienbetriebene) Cognac Haus auch unabhängig davon einen Besuch wert ist.

Ganz gleich aber, wofür man sich entscheiden mag, eine Reise ist die Cognac Region grundsätzlich wert.

Cognac Region

 

Sources: musees-cognac.fr, tripadvisor.co.uk, westernfrancetouristboard.com

Suntory plant Übernahme der Beam-Gruppe (Courvoisier inkl.) für $16 Milliarden

Das Jahr geht vielversprechend los mit einer der wenn nicht spektakulärsten, so doch größten Übernahmeaktionen der jüngeren sowohl Cognac– als auch Spirituosen-Geschichte. Oder anders: Courvoisier, immerhin eine eine der vier größten Cognac-Marken überhaupt, goes japanese (obligatorischer Gong-Sound im Hintergrund).

Suntory: Spirituosenriese mit Übernahmehunger

Suntory, der bereits jetzt gigantische Spirituosenriese Japans, hat offensichtlich einen nicht gerade mäßigen Übernahmeappetit, steht auf seiner Speisekarte doch nichts weniger als die US-amerikanische Beam-Gruppe. Kostenpunkt: $16 Milliarden Dollar. Das heißt, dass nicht nur Jim Beam Teil dieser ultimativen Super-Group wird, sondern auch die Cognac-Häuser Courvoisier und Louis Royer.  Die einzige Einschränkung betrifft die finale Zustimmung von den zuständigen Kartellbehörden und den Beam Aktionären.

Das aber, was hier voraussichtlich zusammen kommen wird, lässt sowohl den geneigten Spirituosen- wie Aktienkenner Sterne trunkener Glückseligkeit sehen: Beam’s Jim Beam Whisky und Maker’s Mark Bourbons, Courvoisier und Louis Royer Cognac, Sauza Tequila, nicht zuletzt die Japanischen Whiskies Suntory’s Yamazaki, Hakushu, Hibiki und Kakubin, außerdem Bowmore Scotch Whisky und Midori Liköre. Yummy! Pro Aktie bezahlt Suntory den Anlegern $83.50 Dollar, abgeschlossen werden soll der Deal im zweiten Quartal 2014.

Gegründet wurde Suntory 1899 und ist vor allem bekannt für den ersten originär Japanischen Whisky (makes Japan drunk since 1923).

Suntory Beam Courvoisier

Bekannter ist Suntory aber – sowohl dem informierten Kinopublikum als auch den meisten amerikanischen Konsumenten, außerdem, um die Kunst des klassischen Syllogismus zu verfeinern, amerikanischen Kinokonsumenten (womöglich sogar Kinomokonsumenten) – durch einen Werbespot, der mit Bob Harris, dem von Bill Murray verkörperten Charakter aus „Lost in Translation“ wirbt: “For relaxing times, make it Suntory time.”

Übernahme der Beam-Gruppe: Courvoisier & Louis Royer unter einem Dach?

Nach dieser monströs-syntaktischen Konstruktion, die entscheidende Frage ganz simpel formuliert: was passiert mit Louis Royer? Werden Courvoisier und Louis Royer als zwei ja schlussendlich miteinander konkurrierende Cognac-Marken unter einem Dach geduldet werden, wird Louis Royer aus der Gruppe ausgegliedert, …?

Was auch immer geschehen möge, das Jahr 2014 hat spannend begonnen – und wird spannend weitergehen.

Louis Royer Cognac XO: Preis & Leistungs Verhältnis und Test Bericht

Der Verschnitt des Louis Royer XO Cognac besteht aus recht alten cognacs, die jüngeren Cognacs im Blend sind wohl so fünfzehn Jahre alt. Hauptsächlich besteht dieser Louis Royer aus Grande Champagne Cognacs.

Louis Royer XO Cognac

Louis Royer XO Cognac

Unsere Verkostungsnotizen und Testbericht Louis Royer XO Cognac sind:

Die Farbe ist golden, die Nase frisch, einige blumige Noten und Zigarre.
Der Geschmack ist lang und ziemlich rund. Leichtes Rancio, mit Fruchtaromen umgeben. Der Nachgeschmack hält wirklich sehr lange an.
Diesr Cognac enthält viel Grande Champagne, ist aber kein 100% Grande Champagne Cognac.

Der Preis liegt bei circa 80 bis 100 Euro. Das Preis / Leistungsverhältnis ist somit okay, bis gut aber im Vergleich zu anderen XOs, gibt es sicherlich noch bessere bzw. billigere Cognacs in der gleichen Qualitätsstufe zu finden.
Man muss wissen, dass Louis Royer über keine eigenen Weinreben verfügt, ein ganz klassisches Handelshaus, ein maison de négoce. Louis Royer kauft den Wein oder das fertige Distillat von Weinbauern, mit denen das Haus Verträge abschliesst.
Etwas Geschichte über Louis Royer:
1853 begann Louis Royer sein Unternemen, nachdem er einige Jahre beim Jarnacer Cognac Hersteller Delamain gearbeitet hatte. Da Royer eben auch Imker war, findet sich bis heute die Biene auf dem Logo des Hauses Royer wider.

Fünf Generationen später , 1989, wurde das Cognac Haus von Suntory gekauft, dabei behielt die Firma weitgehende Unabhängigkeit.