Ist Cognac besser als Whiskey bzw Whisky? Wir machen den Vergleich

Hier ist unser Vergleich zwischen Cognac und Whiskey. Unserer Meinung nach ist Cognac das vielseitigere Getränk – man kann ihn pur geniessen, als Longdrink oder sogar als Champagner Cocktail.

Der Preis einer Flasche Cognac variiert von rund 30 Euro für einen jungen VS Cognac, der perfekt ist um Drinks zu mixen, bis hin zu tausenden von Euro für eine exklusiver alte Flasche oder eine Sonderedition der grossen Cognac Häuser. cognac_vs_whiskey ”Claret ist der Trunk für Jungs, Portwein der für Männer; derjenige, der allerdings ein Held sein will, trinkt Brandwein.” – Samuel Johnson 

Hier sind 10 Gründe warum Cognac gegen Whisky gewinnt:

1. Cognac ist von allen Getränken das komplexeste zu produzieren. Die Herstellung nimmt am meisten Zeit in Anspruch und es ist daher auch das teuerste Getränk der Welt. 2. Cognac wird aus Trauben hergestellt, Whiskey aus Getreide. Cognac kann demnach eine viel grössere Vielfalt an Aromen entwickeln, die der Whiskey nicht in sich hat. 3. Cognac ist französisch und die Franzosen geniessen nun mal gutes Essen und lieben einen feinen Topfen. Alles was aus Wein hergestellt wird und aus Frankreich kommt, MUSS daher einfach von bester Qualität sein. cognac_vs_whiskey_jayz_schiffer 4. Die Cognac Herstellung unterliegt strengen Vorschriften. Zum Beispiel darf man nur in der Cognac Region (in der Nähe von Bordeaux) Cognac produzieren und ihn vor allem so nennen. Whiskey darf man auf der ganzen Welt herstellen, Schottland über Japan bis in die USA. Zudem muss der Cognac immer zwei Mal destilliert werden, wohingegen der Whiskey nur einmal gebrannt werden muss. 5. Cognac hat den Hiphop. Mit Superstars wie Jay-Z, Ludacris, Snoop Dogg, Busta Rhymes und vielen anderen, hat Cognac zahlreiche dynamische und kulturell diverse Botschafter. Whiskey sucht noch nach solch einem coolen Standing. 6. Cognac ist sogar modisch – nach ihm ist eine Farbe in der Modewelt benannt. “Hast Du diese wunderschönen Cognac-farbenen Stiefel der neuen Herbstkollektion gesehen? 7. Cognac ist die älteste und traditionsreichste Cocktail-Zutat die es gibt: Lange vor Whiskey wurde Cognac für kultivierte Mixgetränke genutzt. 8. Von Cognac bekommt man keine Kopfschmerzen! 9. Um Cognac herum gibt es schöne Geschichten. Zum Beispiel, dass der französische Kaiser Napoleon sich das gute Tröpfchen bis auf die Insel Sankt Helena bringen liess. 10. Cognac ist mehr als nur ein Getränk: Eine Stadt und eine ganze Region in Frankreich tragen den selben Namen. Das kann man in der Tat nicht so leicht schlagen… Um dies Abzuschliessen, möchten wir gerne diese beiden Tabellen mit unseren Lesern teilen (beide auf Google gefunden). Cognac, Whiskey und Whisky in der Literatur genannt, von 1800 bis heute: cognac-whisky-whiskey-mentions-books Google Suche weltweit: cognac-whisky-whiskey-mentions-books Bilder: D’Usse, Bacardi, Chateau de Cognac, www.lastminutethrowon.com

Was ist eigentlich… der Unterschied zwischen Cognac und Wodka?

Was ist eigentlich…? – Nach Was ist eigentlich… Armagnac? und Was ist eigentlich… Pineau? heute mit einer neuen Folge: Was ist eigentlich… der Unterschied zwischen Cognac und Wodka? Oder: wir stellen die Sophistiziertheit des Cognacs dem Glitzer Bling Bling des Wodkas gegenüber. Das ist natürlich ziemlich frankly speaking und zugleich grob schematisch, aber gut.

Andererseits, man kann diese Frage durchaus stellen: was ist beispielsweise der Unterschied zwischen Hennessy als populärstem Cognac Brand und Grey Goose als der profitabelsten Wodka Marke (selbst wenn – für diejenigen, die’s immer ganz genau wissen wollen – Smirnoff die höheren Verkaufszahlen vorweisen kann)?

Versuchen wir uns der ganzen Sache mal nach und nach zu nähern.

Herstellungsprozess

Cognac ist ein AOC Produkt und kann nicht nur in einer ganz bestimmten Region, der – genau! – Cognac Region, sondern nur, und zwar wirklich tatsächlich nur aus Trauben hergestellt werden. In den allermeisten Fällen sind das Ugni Blanc, Folle Blanche oder Colombard Trauben.

Demgegenüber ist man bei der Herstellung von Wodka nicht, ganz richtig, überhaupt nicht festgelegt – weder was das Ausgangsmaterial noch was etwaige geographische Restriktionen anbelangt. Wodka kann überall und aus allem hergestellt werden. Na gut, nicht ganz. Zumindest in der Regel wird Wodka aus Getreide wie Weizen oder Roggen hergestellt, ebenso aber auch aus Kartoffeln, in sehr seltenen Fällen sogar aus Trauben. Und als sei das des Guten respektive Verwirrenden nicht schon genug, gibt es das Beispiel Ciroc, eine Wodka Marke, die – unter anderem – mit Ugni Blanc Trauben aus der Cognac Region arbeitet.

Cognac Vodka

Herstellungsdauer

Eine pauschale Aussage zur Herstellungsdauer von Cognac zu treffen ist schlicht nicht möglich. Das jüngste eau-de-vie in einem VS muss mindestens zwei Jahre im Eichenfass gereift sein, ebenso gibt es auch Hors d’Age Cognacs, deren eaux-de-vie mehrere Jahrzehnte gereift sind.

Demgegenüber liegt die Sache beim Wodka einfacher. Wodka kann binnen weniger Tage hergestellt werden, darüber hinaus lässt sich von der Herstellungsdauer nicht auf die Qualität schließen. Auch ein Premium Wodka wie Grey Goose wird innerhalb weniger Tage hergestellt werden.

Farbe

So unterschiedlich die Farbe von verschiedenen Cognacs sein mag, allein das geheimnnisvoll-bernstein-goldene Leuchten des Cognacs gibt in seinen unterschiedlichen Facetten einen – Achtung, Wortsynästhesie – Vorgeschmack auf das, was einen dann auf der Zunge erwartet: Cognac ist ein edler, komplexer Brandy. Punkt (bzw. danach gehts erst richtig los).

Dagegen ist Wodka schlicht klar, durchsichtig, etwas – zumindest in unserer bescheidenen Auffassung – weniger inspirierend.

Cognac Vodka

Kosten

Sowohl durch die Verknappung, die sich mit der geographischen Gebundenheit einstellt, als auch hinsichtlich der Herstellungsdauer, die wie oben benannt, durchaus auch mal mehrere Jahrzehnte beträgt, kann der Preis eines Cognacs in die Tausende gehen. Freilich wird man einen VS auch für 30 € erstehen können, aber es ist durchaus keine Ausnahme, wenn – bei einem älteren Cognac – dahinter noch zwei Nullen gehängt werden.

Demgegenüber wird man selbst für den Ultra-Premium Wodka nie mehr als einige hundert Euro bezahlen. Warum? Eben weil hier nicht die geringste Verknappung besteht. Und man vermutlich auch einiges anstellen müsste, um eine solche künstlich zu erreichen.

Geschmack

Geschmack ist subjektiv – heißt es. Ob das so richtig ist, sei dahin gestellt, und gegenteilige Auffassungen sollen an dieser Stelle mal unberücksichtigt bleiben. Vielleicht formulieren wir auch anders und sagen: Geschmack ist vielfältig. Und eben solches trifft auf unseren geliebten Ambrosia der Neuzeit (aka Cognac) zu.

Auge, Nase, Zunge – noch weit vielfältiger als die Sinne, die beim Cognac angesprochen werden, sind die Aspekte, die auf ihn selbst Einfluss nehmen: sei es die Traubenart oder die Eigenheit des Bodens, sei es das Erntejahr mit seinen spezifischen klimatischen Bedingungen, sei es der Reifeprozess und -grad, sei es der endgültige Verschnitt (Cuvée) durch den jeweiligen Kellermeister.

Hinzu kommt eine Komplexität, die jüngst auch in einer Studie der Technischen Universität München bestätigt wurde (hier entlang, allerdings nur auf Englisch): Beim Cognac ist von Frucht- und floralen Noten über Tabak- und Trüffelaromen bis hin zu Anklängen an Kaffee und Pfeffer prinzipiell so ziemlich alles drin, was der Mensch zu schmecken vermag.

Dagegen schmeckt Wodka nach, nun ja, Wodka. Oder etwas weniger polemisch: die Diversität der Aromen ist ungleich geringer.

Und mit diesem zum Schluss noch mal einigermaßen eindeutigen Ergebnis bis zum nächsten Mal bei „Was ist eigentlich…?“

Bisquit Cognac

Gegründet im Jahre 1819 von Alexandre Bisquit, kann das Haus auf eine Familientradition zurückblicken, die erst mit seinem Verkauf an Pernod Ricard 1966 zu einem Ende kommt. Erwähnt werden muss, dass sich Bisquit einige der Lieblingscognacs von Winston Churchill und König Georg VI. verdanken, darüber hinaus, dass die hier produzierten Brände sich im angelsächsischen Raum insgesamt einer hohen Popularität erfreuen.

Geschichte

Gegründet 1819, war die Familie des Namenspatrons Alexandre Bisquit bereits über Generationen – mindestens seit 1750 –  im Cognac-Geschäft tätig, ohne allerdings je den Schritt gewagt zu haben, sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen. Als dieser Schritt allerdings einmal getan war, wuchs das Haus mit seinem 205 Hektar umfassenden Weingut schnell zu den Größen des Geschäfts heran. Auch seine prominente Stellung im angelsächsischen Raum wurde früh hergestellt: 1862 erhält das Haus eine Ehrenauszeichnung im Rahmen der Londoner Weltausstellung, 1951 gehört Bisquit zu den Königlichen Hoflieferanten König Georg VI.

Bisquit Cognac heute

2009 wurde das Haus von der südafrikanischen Distell Group von Pernod Ricard übernommen. Zwar hat mittlerweile hier auch die Geschäftsführung ihren Sitz, das im 19. Jahrhundert erbaute Château Bisquit im Herzen Cognacs wird aber weiterhin gehalten und wurde vor nicht allzu geraumer Zeit nach allen Regeln der Kunst aufwendig renoviert.

Neuigkeiten, Produkte, Anekdoten

2012 wird der Prestige Cognac von Bisquit beim Londonder IWSC Wettbewerb mit Gold prämiert. Im gleichen Jahr erhalten eben hier auch der VS, VSOP und XO Cognac Auszeichnungen. Damit ist Bisquit Cognac das erste Haus, das bei diesem Wettbewerb in sämtlichen Kategorien prämiert wird.

Besuchsmöglichkeiten

Leider scheinen Besuchsmöglichkeiten bei diesem Haus nicht möglich zu sein.

Schöne Bescherung! Die obligatorische 2012-2013 Liste

Und wieder einmal eine unserer wahlweise großartigen, berühmten oder hilfreichen Listen. Großartig? Selbstredend. Immer. Berühmt? Na gut, zugegeben: ist in Arbeit. Und hilfreich? Durchaus. Warum? Selbstzitat: „Listen haben etwas so nützliches wie beruhigendes an sich – sie schaffen Struktur, indem sie zu Entscheidung und Priorisierung zwingen. Ist die Entscheidung einmal getroffen, breitet sich das erleichternde Gefühl von Ordnung aus.“ (ganz korrekt mit Quellenangaben: hier) Diesmal kann uns sogar die Jahreszeit einen weiteren Grund (oder Vorwand) für’s Folgende liefern: Die Adventszeit ist angebrochen, Weihnachten klopft (ziemlich laut) an der Tür und auch Silvester lässt nicht mehr lange auf sich warten – alles Gelegenheiten, bei denen sich ein Cognac-Kauf zur Selbst- oder gegenseitigen Beschenkung geradezu aufdrängt. Nur stellt sich eben die – allemal in der Vorweihnachtszeit – Fragen aller Fragen: was kauf ich (wozu ist Weihnachten bitte sonst da…)?

Um hier ein wenig Schützenhilfe zu leisten, haben es sich Cognac Expert Masterminds Sophie und Max nicht nehmen lassen, uns etwas diesmal nicht wahlweise, sondern tatsächlich Großartiges wie Hilfreiches (Listenartiges) zu kredenzen, das von kleinen Häusern wie Jean Fillioux, Paul Giraud und Boutinet über Hine bis zu den ganz großen Namen wie Martell, Hennessy und Courvoisier all das umfasst, was es zum Jahresende (jetzt), bzw. -anfang (coming soon) in Sachen Cognac zu empfehlen resp. kaufen gibt.

Diesmal spielt sich das Empfehlungsalphabet zwischen den Buchstaben G wie Paul Giraud und H wie Hine ab. Damit: Go!

Paul Giraud Napoleon

Paul Giraud Napoleon

Dieser mittelgroße Hersteller mit einer Familientradition, die nicht von schlechten Eltern ist (Ha!), besticht bei seinen Bränden nicht zuletzt mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis. Der Napoleon ist einer von Paul Giraud’s ältesten Cognacs. Details

Jean Fillioux Reserve Familiale

Jean Fillioux Reserve Familiale

Auch Jean Fillioux kann auf eine Familientradition zurückblicken, mit der man sich alles andere als verstecken muss. Der Reserve Familiale ist wohl einer der besten Weinbrände des Hauses. Details

Bache Gabrielsen Hors D'Age

Bache Gabrielsen Hors d’Age Grande Champagne

Ein Klassiker nicht nur für diejenigen, die die Skandinavische Eleganz schätzen (Bache-Gabrielsen ist btw die Top-Marke schlechthin auf dem norwegischen Cognac-Markt). Hier verbindet sich ein hochklassiger Cognac mit einem durch Understatement überzeugenden Flaschendesign. Details

Leopold Gourmel Bio Attitude

Leopold Gourmel Bio Attitude

Ein eher leichter VSOP Brand, der von der Traube bis zum Endprodukt durchgängig den Kriterien biologisch-organischer Herstellungsverfahren genügt. Details

Bernard Boutinet Extra  Cognac

Bernard Boutinet Extra Cognac

Dieser Extra Cognac von Bernard Boutinet ist eine Kombination von 25- und 20-jährigem Eaux-de-vie in einem Verhältnis von 3:1. Eine deutliche Rancio Note ist gleichsam das Fundament dieses geschmacklich außerordentlich sophistizierten Weinbrands. Details

Martell XO  Cognac

Martell Cordon Bleu

Diesen Klassiker, der in diesem Jahr junge 100 wird, braucht man kaum noch eigens anzupreisen. Mit seinen vielfältigen Gewürz-Anklängen ist dieser eher „maskuline“ Cognac perfekt gerade für die kalte Jahreszeit. Details

Courvoisier Vintage Connoisseur Collection 12 Years Cognac

Courvoisier 12 Years

Noch einigermaßen neu im Programm von Courvoisier ist dieser Brand – ein Verschnitt von 12-Jahre+ Eaux-de-vie. Zwar in der Komposition vor allem auf „rund und geschlossen“ angelegt, kann er dennoch ebenso im Cocktail überzeugen. Details

Prunier XO  Cognac

Prunier XO Très Vieille Grande Champagne

Für diejenigen, die eine Affinität zu mehr fruchtigen und leicht süßlichen Bränden haben, ist dieser XO Cognac von Prunier, einem Haus mit einer 200-jährigen Familientradition, ein Must-have. Details

Hennessy XO Extra Old Cognac

Hennessy XO

Wenn man von XO Cognacs spricht, spricht man immer auch vom Henessy XO. Die bauchig-kompakte Flasche beinhaltet vielleicht nicht das, was man einen leichten Cognac nennen würde, aber eine gewisse „feminine“ Note ist ihm nicht völlig abzusprechen. Details

 

Hine Vintage Millésime 1981 Early Landed Cognac

Hine Millésime 1983 Early Landed

Der Hine “early landed” Cognac ist ein Vintage Brand von 1983 und damit nicht zuletzt das sprichwörtlich perfekte Geschenk für Cognac-Liebhaber aus dem – Pardon! – 1983er Jahrgang. Details

Und das waren sie, die „uneingeschränkt empfehlenswert“-2012-2013-Empfehlungen. Mit diesen und überhaupt – richtig – empfehlen wir uns.

Kampf der Giganten: Jay-Z vs. Ludacris (D’Usse vs. Conjure)

Neben den ziemlich offensichtlichen Gemeinsamkeiten von Jay-Z und Chris ‚Ludacris‘ Bridges – beide umtriebig, beide geschäftstüchtig, beide mit Bentley (etc. pp.), beides Hip Hop Größen (fast vergessen) – besteht hier mindestens ein nicht ganz so offensichtlicher Unterschied. Nicht irgendeine (in diesem Fall ohnehin eher konstruierte) East Coast – West Coast Zugehörigkeit (das wäre zu offensichtlich, außerdem schreiben wir das Jahr 2012 und nicht das Jahr 1996), sondern die Cognac-Marken, die jeweils getrunken aka protegiert aka beworben werden: Jay- Z und D’Usse hier, Ludacris und Conjure dort. Genau dieser Nebenschauplatz soll zum Austragungsort eines Kampfes werden, wie ihn die Welt noch nicht erlebt hat. Pardon. Noch nicht nicht erlebt hat.

Runde I: der Ersteindruck
Während es sich bei dem D’Usse um einen VSOP Cognac handelt, legt Conjure keinen besonderen Wert darauf, deutlich zu machen, dass es sich „nur“ um VS-Qualität handelt. Andererseits unterstreicht D’Usse mit dem Dekanter so ostentativ das Image des Hochklassigen, dass dieser mehr über Jay-Z als den Cognac auszusagen scheint. Im Ersteindruck geht die „edel, aber (halbwegs) subtil “-Medaille an den Conjure-Weinbrand.

Runde II: der Name
„Conjure“: das geht flüssig über die Lippen, runter wie Öl. Dagegen „D’Usse“: Nicht ohne Grund wird jedes Mal, wenn der Name in der Presse Erwähnung findet, direkt mit erklärt, wie er denn richtig auszusprechen sei. Ganz gleich aber, ob Zufall (wovon schwerlich auszugehen ist) oder eine überaus clevere Marketingidee von Bacardi (schon eher) – der geneigte Cognac-Novize, -Kenner, -Profi muss den Namen ein paar Mal hin und her wenden, bis der Entscheid getroffen ist, wie die richtige Aussprache denn nun lauten muss. Diese Runde geht jedenfalls an D’Usse. Wegen Einprägsamkeit durch Verwirrung.

Runde III: Self-Promotion
Die Runde II versucht Ludacris umgehend wieder wettzumachen. Indem er „Conjure“ in jedem seiner Songs erwähnt, in jedem seiner Videos und gern auch manchem seiner Filme trinkt. Das stimmt natürlich nicht ganz. Nur ungefähr. Aber es hebt sich deutlich von der Art ab, wie Jay-Z mit dem D’Usse Brand umgeht. Hier ist es eher die Selbstverständlichkeit des Mannes von Welt, der ab und zu in einem Nebensatz erwähnt, dass er zu seiner Zigarre gern einen D’Usse Cognac genießt. Bildlich gesprochen: Jay-Z nippt. Ganz dezent. Ludacris schlürft. Unüberhörbar.

Cheers! Ludacris und Conjure in „No Strings Attached“

Runde IV: die Marken
Conjure trägt nicht unwesentlich zur Erfolgsstory von Birkedal Hartmann bei – einem Haus, gegründet im Jahre 1887, dessen Erfolg sich maßgeblich darauf gründet, nicht selbst Cognac zu produzieren (dies geschieht vielmehr in Kollaborationen), sondern sich ganz auf Vertrieb und Marketing konzentriert. In dieser Hinsicht gehört Birkedal Hartmann derzeit zu den zweifelsohne innovativsten Unternehmen im Cognac-Geschäft.
D’Usse auf der anderen Seite ist Teil der Bacardi-Gruppe und Baron Otard untergeordnet – einem Haus, gegründet 1795, dessen Geschichte sich (für Werbezwecke nie verkehrt) bis in die Wikingerzeit des 9. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt.

Finish him!
Dem aufmerksamen Leser wird es kaum entgangen sein, dass wir uns für Runde III & IV dem Sieg-/Niederlage-Schema entzogen haben. Ganz einfach, weil spätestens hier Geschmack und die persönlichen Vorlieben entscheidend sind. Und darum gehts ja eigentlich beim Cognac. Battle hin oder her.