Tasting: Château de Plassac Cognac

Château de Plassac: in diesem Namen kreuzen sich gleich mehrere Traditionslinien. Zum einen bezeichnet er ein eindrucksvolles Chateau, erbaut von keinem geringeren als Victor Louis, der als Architekt für den Pariser Stadtpalast Palais Royal (früher Palais Cardinal) ebenso verantwortlich zeichnete wie für das Grand Théâtre in Bordeaux. Untrennbar verwoben mit dem Namen der Familie Dampierre, die seit dem 18. Jahrhundert in der Cognac Region ansässig, sich im Laufe des 19. Jahrhunderts auf die Produktion von Wein, Pineau und Cognac kaprizierte, bezeichnet Château de Plassac darüber hinaus aber auch ein Cognac- und Weinhaus, in dem das Wissen und die Handwerkskunst sei nun bereits mehreren Generationen weitergegeben wurde.

Château de Plassac Cognac

Angebot

Wie bereits angedeutet, produziert Château de Plassac Cognac neben Cognac auch Pineau des Charentes, und zwar sowohl in einer “blanc” als auch einer rosé Variante. Beide erhielten eine Silber Medaille beim “Challenge for the best French Wine for the USA” und 5 Sterne beim “Revue des Vins de France” Wettbewerb.

Daneben produziert das Haus Cabernet Sauvignon und Merlot Rot- und Roséweine, wobei ersterer beim ”Weine der Charente” Wettbewerb goldprämiert wurde.

Aber zurück zum Cognac.

Château de Plassac

Château de Plassac gehört zu denjenigen Cognac Häusern, die den unschätzbaren Vorteil genießen, sämtliche Produktionsschritte der Cognac Herstellung in der Hand zu halten: vom Anbau und Ernte der Trauben, bis hin zu Destillation und Verschnitt des Endprodukts hinter den altehrwürdigen Mauern des  zwischen Fins Bois und Bons Bois gelegenen Chateaus.

Das im Hinterkopf, hatten wir die Gelegenheit sowohl den XO als auch den Napoleon Cognac von Château de Plassac zu verkosten.

Château de Plassac Cognac

Château de Plassac XO Cognac

Der Château de Plassac XO Cognac ist als 16jähriger Cognac ausgezeichnet und wurde jüngst mit einer Silbermedaille beim “Challenge for the Best French Spirits for Asia” prämiert. Dies sind unsere persönlichen Tasting Notes.

Cognac XO

Auge: der Cognac erinnert sowohl in seiner cremigen Konsistenz als auch in seiner Farbe an dunklen, ins kupfer-rötliche gehenden, gold-braunen Wildhonig.

Der erste Eindruck für die Nase ist die vollmundige, zugleich zurückhaltend-süßliche Frische tropischer Früchte: Aprikosen, Pfirsiche, Orangen. Dies ist gleichsam die Rahmung des Bouquets, innerhalb derer alle weiteren Aromen im wesentlichen in zwei Gruppen arrangiert sind.

Auf der einen Seite erneut Fruchtanklänge: Birnen, getrocknete Johannisbeeren -, daneben steigt der Eindruck duftenden Gebäcks und Desserts in die Nase. Dieser Doppeleindruck wird konturiert von einer Gruppe erdiger Noten: Holz- und Gewürzaromen sowie erneut Anklänge an eine wenn auch schwerere Süße: Sandelholz, Pfeffer, Pfeifentabak.

Auf der Zunge setzt sich jener Grundstock an Aprikosen- und Pfirsicharomen fort, wenn auch etwas weniger sophistiziert als für die Nase. Der Aftertaste  ist angenehm, zugleich nicht ungemein stark.

Château de Plassac Napoleon Cognac

Dieser Cognac ist etwas jünger – laut Château de Plassac beträgt seine Reifezeit elf Jahre.

Château de Plassac Cognac Napoleon

Für das Auge  gibt es kaum einen Unterschied zwischen dem Napoleon und dem XO: erneut eine cremige, bernsteinfarbene, leicht ins Rötliche gehende Textur.

Für die Nase tritt jener Aromenkörper von Aprikose, Pfirsich und Orange noch mehr in den Vordergrund, dementsprechend auch ohne dass eine Art Rahmen gebildet wird, innerhalb dessen alle weitere Aromen gleichsam räumlich arrangiert sind. Überhaupt ist der Gesamteindruck der, dass dieser Cognac erheblich luftiger ist, die Aromen von Aprikosen, Pfirsich und Orangen, Mirabellen, Pflaumen und Anis eine luftigere Struktur bilden als beim XO, der in dieser Hinsicht – so, wie die Aromen zueinander in Beziehung treten – stärker auskomponiert erscheint.

Auf der Zunge ist der Punch deutlich maskuliner als beim XO, zugleich ist auch der Aftertaste stärker ausgeprägt.

Château de Plassac Cognac

Bei Interesse an Château de Plassac Cognac sei entsprechende Website empfohlen.

Was ist eigentlich… der Unterschied zwischen Cognac und Wodka?

Was ist eigentlich…? – Nach Was ist eigentlich… Armagnac? und Was ist eigentlich… Pineau? heute mit einer neuen Folge: Was ist eigentlich… der Unterschied zwischen Cognac und Wodka? Oder: wir stellen die Sophistiziertheit des Cognacs dem Glitzer Bling Bling des Wodkas gegenüber. Das ist natürlich ziemlich frankly speaking und zugleich grob schematisch, aber gut.

Andererseits, man kann diese Frage durchaus stellen: was ist beispielsweise der Unterschied zwischen Hennessy als populärstem Cognac Brand und Grey Goose als der profitabelsten Wodka Marke (selbst wenn – für diejenigen, die’s immer ganz genau wissen wollen – Smirnoff die höheren Verkaufszahlen vorweisen kann)?

Versuchen wir uns der ganzen Sache mal nach und nach zu nähern.

Herstellungsprozess

Cognac ist ein AOC Produkt und kann nicht nur in einer ganz bestimmten Region, der – genau! – Cognac Region, sondern nur, und zwar wirklich tatsächlich nur aus Trauben hergestellt werden. In den allermeisten Fällen sind das Ugni Blanc, Folle Blanche oder Colombard Trauben.

Demgegenüber ist man bei der Herstellung von Wodka nicht, ganz richtig, überhaupt nicht festgelegt – weder was das Ausgangsmaterial noch was etwaige geographische Restriktionen anbelangt. Wodka kann überall und aus allem hergestellt werden. Na gut, nicht ganz. Zumindest in der Regel wird Wodka aus Getreide wie Weizen oder Roggen hergestellt, ebenso aber auch aus Kartoffeln, in sehr seltenen Fällen sogar aus Trauben. Und als sei das des Guten respektive Verwirrenden nicht schon genug, gibt es das Beispiel Ciroc, eine Wodka Marke, die – unter anderem – mit Ugni Blanc Trauben aus der Cognac Region arbeitet.

Cognac Vodka

Herstellungsdauer

Eine pauschale Aussage zur Herstellungsdauer von Cognac zu treffen ist schlicht nicht möglich. Das jüngste eau-de-vie in einem VS muss mindestens zwei Jahre im Eichenfass gereift sein, ebenso gibt es auch Hors d’Age Cognacs, deren eaux-de-vie mehrere Jahrzehnte gereift sind.

Demgegenüber liegt die Sache beim Wodka einfacher. Wodka kann binnen weniger Tage hergestellt werden, darüber hinaus lässt sich von der Herstellungsdauer nicht auf die Qualität schließen. Auch ein Premium Wodka wie Grey Goose wird innerhalb weniger Tage hergestellt werden.

Farbe

So unterschiedlich die Farbe von verschiedenen Cognacs sein mag, allein das geheimnnisvoll-bernstein-goldene Leuchten des Cognacs gibt in seinen unterschiedlichen Facetten einen – Achtung, Wortsynästhesie – Vorgeschmack auf das, was einen dann auf der Zunge erwartet: Cognac ist ein edler, komplexer Brandy. Punkt (bzw. danach gehts erst richtig los).

Dagegen ist Wodka schlicht klar, durchsichtig, etwas – zumindest in unserer bescheidenen Auffassung – weniger inspirierend.

Cognac Vodka

Kosten

Sowohl durch die Verknappung, die sich mit der geographischen Gebundenheit einstellt, als auch hinsichtlich der Herstellungsdauer, die wie oben benannt, durchaus auch mal mehrere Jahrzehnte beträgt, kann der Preis eines Cognacs in die Tausende gehen. Freilich wird man einen VS auch für 30 € erstehen können, aber es ist durchaus keine Ausnahme, wenn – bei einem älteren Cognac – dahinter noch zwei Nullen gehängt werden.

Demgegenüber wird man selbst für den Ultra-Premium Wodka nie mehr als einige hundert Euro bezahlen. Warum? Eben weil hier nicht die geringste Verknappung besteht. Und man vermutlich auch einiges anstellen müsste, um eine solche künstlich zu erreichen.

Geschmack

Geschmack ist subjektiv – heißt es. Ob das so richtig ist, sei dahin gestellt, und gegenteilige Auffassungen sollen an dieser Stelle mal unberücksichtigt bleiben. Vielleicht formulieren wir auch anders und sagen: Geschmack ist vielfältig. Und eben solches trifft auf unseren geliebten Ambrosia der Neuzeit (aka Cognac) zu.

Auge, Nase, Zunge – noch weit vielfältiger als die Sinne, die beim Cognac angesprochen werden, sind die Aspekte, die auf ihn selbst Einfluss nehmen: sei es die Traubenart oder die Eigenheit des Bodens, sei es das Erntejahr mit seinen spezifischen klimatischen Bedingungen, sei es der Reifeprozess und -grad, sei es der endgültige Verschnitt (Cuvée) durch den jeweiligen Kellermeister.

Hinzu kommt eine Komplexität, die jüngst auch in einer Studie der Technischen Universität München bestätigt wurde (hier entlang, allerdings nur auf Englisch): Beim Cognac ist von Frucht- und floralen Noten über Tabak- und Trüffelaromen bis hin zu Anklängen an Kaffee und Pfeffer prinzipiell so ziemlich alles drin, was der Mensch zu schmecken vermag.

Dagegen schmeckt Wodka nach, nun ja, Wodka. Oder etwas weniger polemisch: die Diversität der Aromen ist ungleich geringer.

Und mit diesem zum Schluss noch mal einigermaßen eindeutigen Ergebnis bis zum nächsten Mal bei “Was ist eigentlich…?”

Top 10 Aktivitäten in der Cognac Region

Dieses Jahr feiert das Musée des Arts du Cognac sein 10 jähriges Bestehen. Das obligatorische Yippie und Yeehaw darf dabei indes mit der Aussage verbunden werden, dass es wohl wenige geeignetere Orte gibt, um sich die Geschichte unseres most favorite drinks genüsslich vor Augen zu führen und sich ebenso genüsslich klar zu machen, warum Cognac zum vermutlich beliebtesten Brandy weltweit werden konnte.

Untergebracht in einem Haus aus dem 16. Jahrhundert, kann besagtes Museum dabei mit über 800 Ausstellungsgegenständen und Dokumenten sowie audiovisuellen Präsentationsformen aufwarten.

Diejenigen also unserer geneigten Leserschaft, die in diesem Jahr rein zufällig einen Trip in die Cognac Region planen, sei das Musée des Arts du Cognac ausdrücklich ans Herz gelegt, um sich hier und von hier aus die Geschichte unseres most favorite drinks genüsslich usw. usf.

Cognac bottles

Aber was gibt es eigentlich noch empfehlenswertes in der Cognac Region? Wobei freilich im selben Atemzug hinzugefügt werden muss, dass wir unsere Vorschläge am eaux-de-vie orientieren. Hier jedenfalls kommen unsere Top 10 Vorschläge, was man in der Cognac Region alles herrliches machen kann.

1.  Musée des Arts du Cognac

Wie bereits erwähnt. Gelegen im Zentrum von Cognac, kostet der Eintritt 5 Euros, womit gleich auch der Eintritt in das Musee d’Art et d’histoire eingekauft ist.  Pls have a look: Musée des Arts du Cognac.

2.  Cognac Tasting Tour

Es wäre fahrlässig, dumm, ja unverantwortlich, seinen Urlaub in der Cognac Region nicht mit empfehlenswerterweise eher mehr denn weniger Cognac Tastings auszustatten – sei es auf eigene Faust oder sei es professionell durchgeführt.

In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass zwischen Dezember und Februar die sog. “Les Bonnes Chauffes” Zeit ist. Hier öffnen Cognac Häuser, Destillerien und Weinbauern ihre Türen für öffentliche Tastings, Restaurants und Bars wiederum kreieren Menüs mit lokalen Produkten und – natürlich – Cognac und Pineau.

3.  Ein Besuch bei einem der “Big 4”

Ebenso obligatorisch wie ausgiebige Tastings ist es, eines der großen vier Cognac Häuser zu besuchen. Ob das nun  HennessyRémy MartinMartell oder Courvoisier heißt, ist der persönlichen Präferenz überlassen. Bei allen Häusern erfährt man jedenfalls jede Menge sowohl über die Herstellung wie die fachgerechte Verkostung von Cognac.

Cognac Region

4.  Besuch der Altstadt von Cognac

Datieren viele Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert kommt ein Gang durch die Altstadt von Cognac sprichwörtlich einer Zeitreise gleich. Wer gern den Duft der Historie schnuppert, kommt hier definitiv auf seine Kosten.

5.  La Rochelle

Die westfranzösische Hafenstadt spielte eine wesentliche Rolle im Export von Cognac. Insgesamt mehr als bloß einen Tagestrip wert, ist insbesondere der Hafen eindrucksvoll.

6.  Besuch eines kleinen Cognac House

Wenn es zur Pflicht eines jeden Besuchers der Cognac Region, eines der “Big 4″ Häuser zu besuchen, gehört es genauso zu seiner (wohlgemerkt überaus angenehmen) Pflicht, einen der kleineren Produzenten zu besuchen. Auf unserer Brands Page kann man sich einige Ideen abholen, welches Haus einem denn besonders geeignet besonders erscheint. Lohnenswert, gerade im Vergleich zu den großen Häusern, die den Cognac Tourismus bereits stark professionalisiert haben (mit all den entsprechenden Vor- und Nachteilen), ist solch ein Besuch allemal.

Cognac Region Charentaise

7.  Picknick in den Weinbergen

Eine so persönliche wie nahe liegende Empfehlung: Picknickkorb packen, ein wenig Baguette und guten französischen Käse, eine Flasche Wein und etwas Cognac, und dann ab in die Berge.

8.  Ein Besuch in Jarnac

10 km östlich von Cognac liegt Jarnac. Diese ebenso wie Cognac selbst an der Charente gelegene, pittoreske kleine Stadt, beherbergt etliche Cognac Produzenten. Die namenhaftesten unter ihnen sind Louis RoyerHine und Delamain.

9.  Bootstrip über die Charente

Nicht zuletzt, weil diese Fluss eine so herausragende Rolle in der Geschichte des Cognac spielt, lohnt es, sich aufs Wasser zu begeben.

10.  Seinen eigenen Cognac mischen…

… kann man während eines Besuches bei Camus, wobei das fünftgrößte (und größte noch familienbetriebene) Cognac Haus auch unabhängig davon einen Besuch wert ist.

Ganz gleich aber, wofür man sich entscheiden mag, eine Reise ist die Cognac Region grundsätzlich wert.

Cognac Region

 

Sources: musees-cognac.fr, tripadvisor.co.uk, westernfrancetouristboard.com

DEAU Cognac Rabattaktion

Wie zumindest den englischsprachigen Lesern unseres Blogs nicht entgangen sein wird, haben wir letzte Woche Dienstag unser allerersten Flash Sale gestartet. Flash Sale: das heißt nichts anderes als eine begrenzte Produktauswahl, die für einen begrenzten Zeitraum vergünstigt angeboten wird.

Und was hier anzubieten haben: vier Produkte aus dem Hause DEAU, ein mittelgroßes familiär geführtes Cognac Haus, das wir bei einem Besuch im Spätsommer 2013 etwas näher kennenlernen durften. Und da es noch gerade mal 48 Stunden sind, bis dieser Sale zu seinem unvermeidlichen Ende kommt (Flash Sale eben – s.o.), wird es höchste Zeit, auch unsere Deutsche Leserschaft mit einem gewissen Nachdruck auf diese High-End Items hinzuweisen.

DEAU XO Cognac

Ein Cuvée von 10-15 Jahre alten, vor allem aus der Petite Champagne und der Fins Bois Region stammenden Eaux-de-vies. Dunkel-gülden in der Farbe, ins Bernsteinfarbene gehend, auf der Zunge florale und Fruchtnoten kombinierend. Zur Produktseite vom DEAU XO Cognac

DEAU

DEAU Black Cognac

Ein Cognac, der durch einen ganz eigenen Alterungsprozess besticht: die noch jungen Eaux-de-vies werden erst in jungen Fässern gelagert, um danach in älteren Fässern gelagert zu werden, die mit ihren Tanninen dem Cognac eine charakteristisch rauchige Note verleihen. Aus besagtem Alterungsprozess und Eaux-de-vies, die sowohl aus der Grande als auch der Petite Champagne stammen, ergibt sich ein Geschmackserlebnis, in dem Anklänge an Orangenblüten und tropischen Früchte mit einem Ingwergrund zusammenkommen. Produktseite vom DEAU Black Cognac

DEAU Black Cognac

DEAU Louis Memory Cognac

Benannt nach dem Gründer des Hauses, Louis Deau kann dieser Grande Champagne Cognac als das Meisterstück der Familienkollektion bezeichnet werden: Ein geradezu majestätischer Cognac, der so diverse Geschmacksnoten wie Zimt, Kardamom, Vanille und Pfirsich überzeugend zu vereinen weiß. Zur Produktseite vom DEAU Louis Memory Cognac

DEAU Louis Memory

DEAU Tasting Box

Und wer sich – verständlicherweise – nicht zu einem dieser drei Cognacs durchringen kann, der sollte sich für die DEAU Tasting Box entscheiden. Kommen hier doch sowohl der DEAU XO, der DEAU Black als auch der DEAU Louis Memory in drei 0,2 l Fläschchen daher, die in ihrem Design an die vom Kellermeister verwendeten Fläschchen erinnern. Zur Produktseite der DEAU Tasting Box

DEAU Tasting Box

Und als sei das nicht schon großartig genug, sind besagte Produkte auch noch zu Konditionen zu haben, die wir uns noch mal ganz genüsslich auf der Zunge zergehen lassen:

Auf alle Produkte gibt es einen Rabatt von 20% im Vergleich zum sonst üblichen Verkaufspreis. Das Shipping wird von DHL übernommen, alle Produkte sind während des Versands voll versichert. Außerdem darf man es eilig haben: einmal an DHL übergeben, werden die Cognacs binnen 48 Stunden versendet. Und wer jetzt immer noch  Fragen haben sollte – bitte schön, das sind unsere FAQs und Shipping Conditions.

Cheers!

Alkohol in Pulverform – das Phänomen “Palcohol”

Mindestens für den Cognac Puristen ist es ein einigermaßen befremdlicher Gedanke, sich diesen “For advanced drinkers only” Brandy in Pulverform zu geben. Dabei könnte es so einfach sein: Tüte auf, Wasser drauf, fertig. Umgekehrt wäre es vermutlich ebenso befremdlich, wäre nicht irgend ein findiger Erfinder auf genau diese Idee bereits gekommen: ein guter Drink zum fröhlich-instantanen selber mixen.

Somit muss zuallererst festgestellt werden, dass genau dieses Konzept alles andere als neu ist. Zumindest erhältlich sind entsprechende Produkte beispielsweise in Japan seit den 1980ern. Somit brauchte es offenbar die hochoffizielle Genehmigung von “Palcohol” durch die zuständige US-Behörde, das US Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau, dass eine breitere Öffentlichkeit auf dieses Phänomen aufmerksam werden konnte.

Powdered Alcohol Cognac Palcohol

Nun erfolgte besagte Genehmigung dummerweise, ohne dass der Hersteller Palcohol davon wusste. Dass ergab einige Marketingmaßnahmen, von denen man fragen kann, ob sie so im Sinne des Erfinders, sprich Vertreibers waren.

So ließen es sich etwa The Telegraph, und die Independent nicht entgehen, den experimentierfreudigen Exemplaren unter der Leserschaft einige Empfehlungen mit auf den Weg zu geben, die ein ganz neues Alkoholerlebnis versprechen. Sei es einen Kamikaze in die Guacamole, ein wenig Rum aufs BBQ Sandwich, Cosmopolitan auf den Salat oder fein Vodkapulver aufs Frühstücksei. Yeah! Zumindest am Rande sei noch erwähnt, dass – holy shit und good news für all diejenigen, denen Koks zu teuer ist – man Palcohol auch ziehen kann (oder, äh, könnte – wir distanzieren uns hiermit ausdrücklichst von etwaig missverständlichen Empfehlungen).

Einen nicht ganz unwesentlichen, sagen wir Multiplikationsfaktor in der Hinsicht, stellt die Tatsache dar, dass all das in den Monat April fiel, in dem in den USA traditionell – medial breit kommuniziert und mit etlichen Aktionen begleitet – ein verantwortungsvoller Alkoholkonsum propagiert wird. Einiger, nun ja, zumindest zweideutiger Aussagen auf der Palcohol Website sei Dank, sah sich das Unternehmen schließlich gezwungen, in einigen Statements nochmals eigens zu betonen, dass Palcohol zwar ultra-fix konsumiert werden kann, aber nicht per se zu verantwortungslosem Alkoholkonsum (ver-)führt.

Dass einige der ursprünglichen Aussagen darüber hinaus noch widersprüchlich waren, führte allerdings schließlich dazu, dass die Genehmigung wieder zurückgezogen wurde und voraussichtlich erst im Herbst diesen Jahres greifen wird. Andererseits - no publicity is bad publicity.  Somit dürften man sich bei Palcohol selbst über diese zweifelhafte Aufmerksamkeit gefreut haben.

Powdered Alcohol Cognac Palcohol

Was die Cognac-Liebhaber anbelangt (und um die geht’s uns ja), muss man der Vollständigkeit halber wiederum sagen – und somit ein wenig auf die Sarkasmus-Bremse treten -, dass Palcohol mit Produkten wie ’Powderita’ (“schmeckt wie Margarita” (lol)), Mojito und Cosmopolitan, vor allem den Alcopops Markt bedient. Oder anders, und ein wenig böser formuliert, sich an die richtet, die von qualitativ hochwertigen Alkoholprodukten vermutlich nicht so ganz viel verstehen. Insofern ist es zumindest zum jetzigen Zeitpunkt einigermaßen unwahrscheinlich, dass hier die Cognac, Whisky oder Rum Aficionados bedient werden. In diesem Sinne:

Powdered Alcohol Cognac Palcohol

Sources: sbs.com.au, livescience.com, independant.co.uk